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Maklerprovision in Österreich besonders hoch
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Wohnungssuchende zahlen in Österreich im Europavergleich mit Abstand am meisten Maklerprovision. Laut einer Ifes-Erhebung im Auftrag der Arbeiterkammer sind bei Mietwohnungen im Schnitt 2.400 Euro und bei Eigentumswohnungen 5.400 Euro Provision zu bezahlen. Die Beratungsqualität ist laut AK hingegen oft ausgesprochen schlecht.
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Praktisch alle Immobilienmakler verlangen von Mieterinnen und Mietern die höchst mögliche Provision von drei Monatsmieten bei unbefristeten Mietwohnungen und zwei Monatsmieten bei bis zu drei Jahre befristeten Mietwohnungen. Bei den erhobenen Eigentumswohnungen wurde in drei Viertel der Fälle die Höchstprovision von drei Prozent des Kaufpreises plus 20 Prozent Umsatzsteuer verrechnet, so die AK. |
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Vom Vermieter beauftragt - vom Mieter bezahlt
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Jeder zweite befragte Mieter hatte den Eindruck, dass der Makler in erster Linie die Interessen des Vermieters vertreten hat. Das entspreche laut AK auch den tatsächlichen Marktverhältnissen: Die Vermieter oder Hausverwalter würden die Makler beauftragen, ihnen einen Mieter zu suchen, aber in der Regel keine Provision zahlen. Diese werde fast immer von den Mietern kassiert.
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Schlecht beraten
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Die aktuelle Ifes-Erhebung, für die 200 Personen befragt wurden, die in den letzten vier Jahren eine Wohnung über Makler gemietet oder gekauft haben, zeigt nach Angaben der Arbeiterkammer auch, dass Makler Wohnungssuchende häufig schlecht informieren.
So bekamen die Mieter oft keine Kostenaufstellung, keinen Mietvertragsentwurf, keine genaueren Infos etwa über den Zustand des Hauses, der Wohnung oder der Einrichtung und nur äußerst lückenhafte Aufklärung über gesetzliche Grundlagen des Mietvertrages.
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In Österreich mit Abstand am teuersten
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Die Arbeiterkammer fordert jedenfalls eine rasche Senkung der Maklerprovisionen durch eine entsprechende Änderung der Maklerverordnung. Immerhin sei in Österreich im Schnitt mehr als 22 Prozent einer Jahresmiete für die Provision zu bezahlen.
In Deutschland, dem zweitteuersten Land in Europa, sind es lediglich zwölf Prozent und in Großbritannien, Irland, Norwegen, Belgien und den Niederlanden seien Maklerprovisionen bei Mietwohnungen überhaupt nicht üblich.
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Makler wehren sich
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Der Österreichische Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) hat den AK-Vergleich mit anderen EU-Ländern in einer Aussendung als "schlichtweg falsch" zurückgewiesen. Der mehr als zehn Jahre alte Vergleich berücksichtige die unterschiedlichen Geschäftsmodelle in den einzelnen europäischen Ländern nicht.
Das Maklergesetz bietet dem Mieter aus Sicht des ÖVI ausreichend Schutz, denn wenn der Makler seine Informationspflichten verletzt, stehe dem Kunden eine Provisionsminderung zu.
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Die im Regierungsprogramm vorgesehene Kürzung der Maklerprovision von drei auf zwei Monatsmieten lehnt die Branche ab. "Mit der Kürzung der Provision wird auch die Qualität der Vermittlung und der Kundenbetreuung sinken", warnte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel.
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| Quelle: ORF |
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