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Günstige Wohnungen knapp - Notstand nicht ausgeschlossen
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Linz. Oft wird dieser Tage vor einem "Wohnungsnotstand" gewarnt. Durch eine Verknappung könnten die Preise mittelfristig steigen, obwohl günstige Wohnungen mehr denn je gesucht sind.
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10.877 Personen suchen derzeit in Oberösterreich dringend eine Wohnung. Diesen „Primärbedarf“ hat die statistische Abteilung des Landes ermittelt. In der Zahl spiegeln sich die um Mehrfachnennungen bereinigten Wartelisten der gemeinnützigen Wohnbauträger. „Das sind nur Personen, die sich in den vergangenen zwei Jahren angemeldet haben“, sagt Heinz Mayer vom Büro des Wohnbaulandesrats Haimbuchner. |
Die Wartelisten der Gemeinnützigen müsse man relativieren, bestätigt GWB-Chef Herbert Teuschl: „Da sind viele Wohnungsverbesserer dabei.“ Das sind Leute, die in eine größere Wohnung ziehen wollen. Auch Personen, die gar nicht mehr suchen, sind noch auf den Wartelisten.
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Laut GWG-Linz-Geschäftsführer Hermann Friedl gibt es auch viele, die von ihren Eltern angemeldet wurden, mit 32 aber noch zuhause wohnen. Zählt man all diese Fälle und die Mehrfachnennungen hinzu, würde sich eine Gesamtzahl von 83.214 auf allen Wartelisten ergeben.
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Trotz allem ist die Gefahr eines Wohnungsnotstandes in den nächsten Jahren gegeben. Im Vorjahr sanken die Wohnungsbewilligungen in Österreich um zehn Prozent auf 36.000 Einheiten. Schuld sind die klammen Wohnbauförderbudgets. In Oberösterreich schlägt das heuer erst voll durch. Es gebe bundesweit eine Nachfragelücke von 10.000 bis 19.000 Wohnungen, warnt der Verband der Immobilientreuhänder.
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Die wachsende Bevölkerung und der demographische Wandel erhöhen den Bedarf weiter. Bei den Wohnkosten könne es in den nächsten drei bis fünf Jahren zu drastischen Verteuerungen kommen, warnt der Aufsichtsratschef des Verbands der gemeinnützigen Wohnbauträger, Klaus Lugger.
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Eine gefährliche Entwicklung, nimmt doch die Nachfrage nach leistbaren Mietwohnungen stetig zu. „Günstige Wohnungen sind gefragt“, sagt ISG-Direktor Herwig Pernsteiner. Beim Thema „Wohnungsnot“ müsse man aber differenzieren. „In manchen Gemeinden haben wir strukturelle Leerstände, in anderen – besonders größeren – ist die Nachfrage viel höher.“
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Leistbares Wohnen werde wichtiger, auch weil die Arbeitslosigkeit steige, sagt August Söllinger, Vorstandschef der Welser Heimstätte: „Derzeit gibt es noch keinen Notstand, mit der Zeit kann es aber zu Problemen kommen, wenn die Bauleistung nachlässt.“
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Der Markt sei auf jeden Fall nicht gesättigt, bestätigt Lawog-Direktor Frank Schneider: „Notstand klingt dramatisch, man kann ihn aber nicht ausschließen.“ Durch die Verknappung werde die Nachfrage verstärkt vom privaten Markt befriedigt werden müssen.
Um leistbares Wohnen sicherzustellen, müssten die Standards im Wohnbau heruntergeschraubt werden, sagen Branchenkenner.
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| Quelle: OÖ Nachrichten |
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